LL: Sahnetag für Mittelfranken

Fotos von: Günther Perzl   "Nah an der Frau" waren die Gäste aus Neusorg fast zu jeder Zeit...

Keine mittelfränkische Niederlage

Fürth II. gewinnt in Reitsch 4:1. Die "Spieli" schlägt Aschaffenburg mit 2:1. Nürnberg II. holt sich den Dreier in Veitshöchheim und Weinberg II. spielt 0:0 bei den "Schnüdeln". Die Fußballerinnen des SV Leerstetten schafften es am vierten Landesliga-Spieltag nicht eine sicher geglaubte 2:0 Führung über die Zeit zu bringen. Der SV Neusorg konnte, dank einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit ausgleichen und einen Punkt von der Waldsportanlage in die Oberpfalz mitnehmen.

SV Leerstetten – SV Neusorg  2:2 (1:0)

DREIER VERPASST

Gut 100 Zuschauer sahen Leerstetten, nach einem gefährlichen Distanzschuss der Gäste, sofort in der Initiative und jubelten bereits in der 9. Spielminute, als der Ball das erste Mal im Gästetor zappelte. Annalena Herzog hatte auf Katrin Hauffenmeyer durchgesteckt, die die Gäste-Torhüterin Laura Bächer umspielt und die Kugel quergelegt hatte, so dass Selina Perzl, die von hinten heranstürmte, nur noch einschieben musste. Das Tor zählte aber wegen Abseits nicht. Da es im Amateurfußball keinen Schiedsrichterkeller gibt, zählt nur die alten Weisheit: „Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift“. Schiedsrichter Thomas Scheels pfiff.

Er hatte zwar kurz gezögert, aber er pfiff. Ob er dabei von den zwar üblichen, aber dennoch unfairen Zurufen der gegnerischen Bank, beeinflusst wurde, sei dahingestellt. Die Gastgeberinnen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und kamen zu weiteren Chancen. Einen hart getretenen Freistoß von Tamara Böhm fischte Keeperin Bächer gerade noch aus dem Winkel, der Nachschuss von Ronja Hauck strich knapp über das Gebälk (11.). Kurz darauf zirkelte Böhm einen Eckball genau auf den Fuß von Nina Ruckriegel, die am Fünfer hinter dem langen Pfosten stand und volley zum 1:0 ein netzte (13.). Die folgende SVL-Drangperiode mit mehreren Eckbällen hintereinander verteidigten die Gäste mit Glück und Geschick. Irgendwie lag jetzt das 2:0 in der Luft, aber sowohl Hauffenmeyer als auch Herzog und Ruckriegel zielten bei ihren Abschlüssen zu ungenau bzw. scheiterten an der starken Bächer. Ohne echte Gäste-Chance ging es mit der knappen SVL-Führung in die Pause.

In Hälfte Zwei kam der SVL gleich zu weiteren Möglichkeiten. Nach einem Distanzschuss von Perzl, der knapp am langen Pfosten vorbei strich und einer guten Gelegenheit von Herzog, die einen etwas zu straff durchgesteckten Ball allein vor der Neusorg-Keeperin knapp nicht mehr erreichte, schaffte Hauffenmeyer die zu diesem Zeitpunkt überfällige 2:0 Führung (52.). Sie kam nahe dem Mittelkreis an den Ball, drehte sich geschickt um drei Gegenspielerinnen und schloss aus vollem Lauf unhaltbar ab. Wer jetzt gedacht hatte das war´s sah sich getäuscht. Neusorg steckte nicht auf und sorgte mit langen Bällen auf Susanne Stich immer wieder für Gefahr in der gegnerischen Hälfte.

Als dann Laura Eller nach einem Stich-Freistoß per Abstauber aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielt hatte (63.), kam Neusorg immer besser ins Spiel. SVL-Keeperin Julia Müller bekam jetzt mehr Arbeit. Gegen den unhaltbaren Sonntagsschuss von Torjägerin Stich, die aus gut 25 Metern abgezogen hatte, war sie aber machtlos (83.). Das Spiel war gekippt, es stand 2:2 und dabei blieb es bis zum Ende. Während die Gästespielerinnen sich als der moralische Sieger fühlen durften, trauerten die SVL-Mädels wohl ihren vergebenen Chancen aus der ersten Hälfte nach. Sie können sich nur mit der Tatsache trösten, dass sie weiter ungeschlagen in der Spitzengruppe der Tabelle stehen. Nächsten Samstag um 16:00 Uhr können sie beim starken Aufsteiger SV Reitsch beweisen, ob sie auch dort hin gehören.

Hier gibt es die Bilderstrecke zum Spiel! von Günther Perzl

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